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Der Club „geht baden“ 55.000 britische Besatzungssoldaten brauchen nach dem Ersten Weltkrieg eine Unterbringung: Neben 88 Kölner Schulen, 52 Hotels und 2000 Privatwohnungen wird im Dezember 1918 auch das Bootshaus des Clubs an dessen seit 1909 genutzten Winterliegeplatz vor der Kölner Altstadt beschlagnahmt. Es wird H.M. Rhine Flotilla getauft und zum Stützpunkt der Torpedoboote umgebaut, die die Sicherheit des Rheins gewährleisten. Der amtierende Vorsitzende Dr. Kolvenbach kauft für den Ruderbetrieb eine ehemalige, auf einem Bootshaus befindliche Badeanstalt, die umfangreich saniert werden muss. Da nicht alle Boote Platz finden, wird eine weitere Bootshalle von Vereinsmitgliedern angekauft, die von diesen dem Verein übergeben wird, damit die Bootseigner Clubmitglieder bleiben können.
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Preise und Siege steigen Die Zeit ist geprägt durch politische Wirren; die Gründung einer Rheinischen Republik scheitert. Die Stadt Köln erhält unter der Amtszeit des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer 1921 den Grüngürtel und 1923 die Sportanlagen in Müngersdorf, die zu dieser Zeit größten in Europa. Der seit dem Ende des Krieges bestehende Geldverfall nimmt bis zum Jahr 1923 groteske Züge an. Zwischen Juli und August 1923 verteuert sich der Liter Milch von 3.600 auf 280.000 Reichsmark. Die Inflation zwingt den Club, seine Beiträge an den Bezugspreis des Kölner Stadt-Anzeigers zu koppeln. Der Verein schafft es aber aus eigener Kraft, mehrere Boote anzuschaffen und regelmäßig Trainingsessen zu veranstalten. Der Einsatz zahlt sich aus: Trotz der Widrigkeiten kann der Verein in den Jahren 1922 und 1923 seine größten sportlichen Erfolge feiern. Der Riemenzweier ohne Steuermann mit der Besetzung Hansult/Urbach gewinnt zweimal die deutschen Meisterschaften und auch der Achter errudert 1923 den Meisterschaftstitel.
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